Lanzarote 2011

 

             ist die nordöstlichste der sieben

 großen Kanarischen Inseln, die im Atlantischen

Ozean eine von Spaniens siebzehn autonomen

Regionen bilden. Lanzarote liegt rund 140

Kilometer westlich der marokkanischen Küste und

rund eintausend Kilometer vom spanischen

Festland entfernt. Mit einer Fläche von 845,94

Quadratkilometern hat die Insel einen

Flächenanteil von 11,29 Prozent an der

Gesamtfläche aller Kanaren. Als erste

vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der  

UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

 Hotel Princesa Yaiza *****

Hotelbewertung

Playa de Papagayo 

 

 

Salinas de Junubio

 

EL Golfo 

  Ein großer, unter Naturschutz stehender,

 teilweise im Meer versunkener Vulkankrater, in dem

sich eine Lagune gebildet hat, die etwa 50 Meter von

der Küste entfernt liegt. Die markante grüne Farbe der

Lagune entsteht durch die Alge Ruppia Maritima, die bei

dem extrem hohen Salzgehalt des Sees gut gedeiht.

Montañas del Fuego

(Feuerberge) 

1730 kam es auf Lanzarote zu schweren  

Vulkanausbrüchen. Am 1. September bildeten sich auf

einer Strecke von 18 Kilometern 32 neue Vulkane. Die

Ausbrüche, die von dem Pfarrer von Yaiza, Don Andrés

Lorenzo Curbelo, bis 1731 detailliert dokumentiert

wurden, dauerten insgesamt 2053 Tage und endeten im

Jahr 1736. Am Ende hatte die Lava rund ein Viertel der 

Inselfläche unter sich begraben, darunter die

fruchtbarsten Böden der Insel und mehrere Dörfer und

Gehöfte. Stattdessen entstanden an dieser Stelle

hundert neue Vulkane, die den Namen Montañas del

Fuego (Feuerberge) erhalten haben. 

 

Auf etwa 2.300 Hektar wird auf Lanzarote Wein

angebaut. Die bedeutendsten Weinsorten sind der rote  

Listán Negro und Negramoll. Weißweine werden aus  

Listán Blanco, Malvasia, Moscatel und Diego hergestellt.

Das Weinanbaugebiet La Geria ist ein

Naturschutzgebiet und für seine traditionelle

Anbaumethode auf Lapilli bekannt (span.: enarenado

natural). Die teilweise meterdicke dunkle Lapillischicht

(Vulkanasche, auch Picón genannt) wird nutzbar, da sie

tagsüber aufheizt und nachts Feuchtigkeit aus der Luft

aufsaugt. Weil es hier nur sehr selten regnet, wird so

das Wasser gespeichert. Die Wurzeln der angebauten

Pflanzen und der Weinreben können so bis in den

darunter liegenden Boden dringen, welcher dazu noch

vor Erosion geschützt ist.

Mirador de Rio 

(César Manrique)

 Jameos del Agua

(César Manrique)

 (César Manrique)

Jardin de Cactus

(César Manrique)

Fundación César Manrique 

(César Manrique)

)

César Manrique 

 kehrte 1968 endgültig nach Lanzarote zurück und

entschloss sich, seine Heimatinsel in einen der schönsten

Plätze der Welt zu verwandeln. Für diesen Plan konnte

er Pepin Ramírez, einen alten Freund der Familie, der

inzwischen Präsident der Inselregierung war, gewinnen.

Der Plan beinhaltete, nur die traditionelle Bauweise

Lanzarotes zuzulassen, auf mehr als zweistöckige

Bauwerke zu verzichten und sogar alle Werbeplakate

von den Straßen der Insel zu entfernen. 1968 sprach

die Regierung sogar ein Verbot für Reklameanhäufungen

aus. Manrique fuhr selbst über die Insel, um die

Bevölkerung vom lanzarotenischen Architekturstil zu

überzeugen. Auf einem Ausflug in Tahíche entdeckte

Manrique 1970 einen Feigenbaum, dessen grüne Spitze

aus dem erstarrten schwarzen Lavastrom herausragte.

Er entschloss sich, an dieser Stelle sein Wohnhaus zu

errichten. Die Besitzer des Landes wollen keine

Bezahlung, da sie es für wertlos hielte, baten Manrique

sogar, sich so viel Land zu nehmen, wie er brauchte. Der

Künstler stellte beim Bau des Hauses insgesamt fünf

Lavablasen fest, die er ausbaute und zu verschiedenen

Wohnräumen umgestaltete. Hier wurde 1982 seine

Stiftung (Fundación) gegründet. 1974 eröffnete

Manrique das Mehrzweckkulturzentrum „El Almacén“ in

Arrecife, das einen internationalen Treffpunkt für

Kunstinteressierte darstellen sollte.  1988 zog Manrique

in ein von ihm wiederaufgebautes Bauernhaus in Haría.

Am 25. September 1992, in der Mittagszeit, kam

Manrique nur etwa 45 Meter vor seiner Stiftung

(Fundación) in Tahíche durch einen Verkehrsunfall ums

Leben. Manrique wurde unter großer Teilnahme der

Bevölkerung auf dem Friedhof von Haría beigesetzt.

Manrique war dafür verantwortlich, dass der

Massentourismus auf Lanzarote in gemäßigten Bahnen

verlief. Er setzte sich dafür ein, die landschaftliche und

kulturelle Identität seiner Heimatinsel zu bewahren und

zu erhalten, weshalb die Inselregierung ihn im

September 1995 postum zum „bevorzugten Sohn“ der

Insel erklärte und damit ihren Dank an den Einsatz des

Künstlers zum Ausdruck brachte. Gleichzeitig

verpflichtete sich die Inselregierung, den Weg

Manriques zukünftig weiterzugehen.

Die Hauptstadt   Arrecife 

Lagomar  

An den Klippen von Nazaret hängt die

 "Casa Omar Sharif"

 mit einem fantastischen Blick über Taeler und

Kraterlandschaften. Sie wurde in den fruehen 70ger

Jahren von Caesar Manrique erdacht für den

beruehmten Schauspieler. Die Legende besagt, dass

dieser während Filmarbeiten auf der Insel das Haus in

einem Bridge-Spiel verlor und seitdem nicht mehr

gesehen wurde. Dieses einmalige Gebaeude wurde an und

in den Vulkanfelsen gebaut, der auch in vielen Zimmern

sichtbar bleibt. Es ist umgeben von magischen Gaerten

mit Hoehlen, Tunneln und verwunschenen Pfaden, in

denen man sich in "1001 Nacht" versetzt fühlt.