ist die nordöstlichste der sieben
großen Kanarischen Inseln, die im Atlantischen
Ozean eine von Spaniens siebzehn autonomen
Regionen bilden. Lanzarote liegt rund 140
Kilometer westlich der marokkanischen Küste und
rund eintausend Kilometer vom spanischen
Festland entfernt. Mit einer Fläche von 845,94
Quadratkilometern hat die Insel einen
Flächenanteil von 11,29 Prozent an der
Gesamtfläche aller Kanaren. Als erste
vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der
UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
Playa de Papagayo
Salinas de Junubio
EL Golfo
Ein großer, unter Naturschutz stehender,
teilweise im Meer versunkener Vulkankrater, in dem
sich eine Lagune gebildet hat, die etwa 50 Meter von
der Küste entfernt liegt. Die markante grüne Farbe der
Lagune entsteht durch die Alge Ruppia Maritima, die bei
dem extrem hohen Salzgehalt des Sees gut gedeiht.
Montañas del Fuego
(Feuerberge)
1730 kam es auf Lanzarote zu schweren
Vulkanausbrüchen. Am 1. September bildeten sich auf
einer Strecke von 18 Kilometern 32 neue Vulkane. Die
Ausbrüche, die von dem Pfarrer von Yaiza, Don Andrés
Lorenzo Curbelo, bis 1731 detailliert dokumentiert
wurden, dauerten insgesamt 2053 Tage und endeten im
Jahr 1736. Am Ende hatte die Lava rund ein Viertel der
Inselfläche unter sich begraben, darunter die
fruchtbarsten Böden der Insel und mehrere Dörfer und
Gehöfte. Stattdessen entstanden an dieser Stelle
hundert neue Vulkane, die den Namen Montañas del
Fuego (Feuerberge) erhalten haben.
Auf etwa 2.300 Hektar wird auf Lanzarote Wein
angebaut. Die bedeutendsten Weinsorten sind der rote
Listán Negro und Negramoll. Weißweine werden aus
Listán Blanco, Malvasia, Moscatel und Diego hergestellt.
Das Weinanbaugebiet La Geria ist ein
Naturschutzgebiet und für seine traditionelle
Anbaumethode auf Lapilli bekannt (span.: enarenado
natural). Die teilweise meterdicke dunkle Lapillischicht
(Vulkanasche, auch Picón genannt) wird nutzbar, da sie
tagsüber aufheizt und nachts Feuchtigkeit aus der Luft
aufsaugt. Weil es hier nur sehr selten regnet, wird so
das Wasser gespeichert. Die Wurzeln der angebauten
Pflanzen und der Weinreben können so bis in den
darunter liegenden Boden dringen, welcher dazu noch
vor Erosion geschützt ist.
Mirador de Rio
(César Manrique)
Jameos del Agua
(César Manrique)
(César Manrique)
Jardin de Cactus
(César Manrique)
Fundación César Manrique
(César Manrique)
)
César Manrique
kehrte 1968 endgültig nach Lanzarote zurück und
entschloss sich, seine Heimatinsel in einen der schönsten
Plätze der Welt zu verwandeln. Für diesen Plan konnte
er Pepin Ramírez, einen alten Freund der Familie, der
inzwischen Präsident der Inselregierung war, gewinnen.
Der Plan beinhaltete, nur die traditionelle Bauweise
Lanzarotes zuzulassen, auf mehr als zweistöckige
Bauwerke zu verzichten und sogar alle Werbeplakate
von den Straßen der Insel zu entfernen. 1968 sprach
die Regierung sogar ein Verbot für Reklameanhäufungen
aus. Manrique fuhr selbst über die Insel, um die
Bevölkerung vom lanzarotenischen Architekturstil zu
überzeugen. Auf einem Ausflug in Tahíche entdeckte
Manrique 1970 einen Feigenbaum, dessen grüne Spitze
aus dem erstarrten schwarzen Lavastrom herausragte.
Er entschloss sich, an dieser Stelle sein Wohnhaus zu
errichten. Die Besitzer des Landes wollen keine
Bezahlung, da sie es für wertlos hielte, baten Manrique
sogar, sich so viel Land zu nehmen, wie er brauchte. Der
Künstler stellte beim Bau des Hauses insgesamt fünf
Lavablasen fest, die er ausbaute und zu verschiedenen
Wohnräumen umgestaltete. Hier wurde 1982 seine
Stiftung (Fundación) gegründet. 1974 eröffnete
Manrique das Mehrzweckkulturzentrum „El Almacén“ in
Arrecife, das einen internationalen Treffpunkt für
Kunstinteressierte darstellen sollte. 1988 zog Manrique
in ein von ihm wiederaufgebautes Bauernhaus in Haría.
Am 25. September 1992, in der Mittagszeit, kam
Manrique nur etwa 45 Meter vor seiner Stiftung
(Fundación) in Tahíche durch einen Verkehrsunfall ums
Leben. Manrique wurde unter großer Teilnahme der
Bevölkerung auf dem Friedhof von Haría beigesetzt.
Manrique war dafür verantwortlich, dass der
Massentourismus auf Lanzarote in gemäßigten Bahnen
verlief. Er setzte sich dafür ein, die landschaftliche und
kulturelle Identität seiner Heimatinsel zu bewahren und
zu erhalten, weshalb die Inselregierung ihn im
September 1995 postum zum „bevorzugten Sohn“ der
Insel erklärte und damit ihren Dank an den Einsatz des
Künstlers zum Ausdruck brachte. Gleichzeitig
verpflichtete sich die Inselregierung, den Weg
Manriques zukünftig weiterzugehen.
Die Hauptstadt Arrecife
Lagomar
An den Klippen von Nazaret hängt die
"Casa Omar Sharif"
mit einem fantastischen Blick über Taeler und
Kraterlandschaften. Sie wurde in den fruehen 70ger
Jahren von Caesar Manrique erdacht für den
beruehmten Schauspieler. Die Legende besagt, dass
dieser während Filmarbeiten auf der Insel das Haus in
einem Bridge-Spiel verlor und seitdem nicht mehr
gesehen wurde. Dieses einmalige Gebaeude wurde an und
in den Vulkanfelsen gebaut, der auch in vielen Zimmern
sichtbar bleibt. Es ist umgeben von magischen Gaerten
mit Hoehlen, Tunneln und verwunschenen Pfaden, in
denen man sich in "1001 Nacht" versetzt fühlt.
